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Auch EBM 2008 erschwert Behandlung von feuchter altersbedingter Makuladegeneration (AMD) |
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Sunday, 10. February 2008 |
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Medizinrechtlicher Fachbeitrag auf ARZNEIMITTELZULASSUNG.info von RECHTSANWALT UND FACHANWALT FÜR MEDIZINRECHT JAN WILLKOMM, Leipzig
Auch EBM 2008 erschwert Behandlung von feuchter altersbedingter Makuladegeneration (AMD)
Nach aktuellem Kenntnisstand ist die intravitreale Injektion zur
Behandlung von Patienten mit feuchter altersbedingter
Makuladegeneration (AMD) auch im neuen EBM 2008 ist die nicht als
Kassenleistung enthalten.
Diese Behandlungsmethode wird insbesondere bei der Verabreichung von
Avastin® angewandt. Folglich müssen Ärzte und die von Erblindung
bedrohten Patienten wie bisher auch weiterhin eine
Einzelfallgenehmigung bei der Krankenkasse erstreiten.
Hintergrund dieser Haltung ist wiederum der Streit zum Off-Label-Use
von Avastin® und die Verordnung des zugelassenen Medikaments Lucentis®
(Ranibizumab), dessen Verabreichung die Krankenkassen auf Grund der
immensen Kosten weiterhin ablehnen möchten.
Wie bereits an anderer Stelle geschrieben sind Verhandlungen mit dem
Hersteller von Lucentis®, Novartis, bisher erfolglos verlaufen.
Obwohl die Zulässigkeit der Zwangszulassung von Medikamenten ohne
Beantragung durch den Hersteller auch weiterhin umstritten ist, wird
derzeit auf Initiative der Krankenkassen eine prospektive randomisierte
Doppelblind-Studie vom Institut für Pharmakologie am Zentralkrankenhaus
St.-Jürgen-Straße in Bremen vorbereitet. Auch der Antrag beim
Paul-Ehrlich-Institut wurde inzwischen gestellt. Über 900 Patienten
sollen in die Studie aufgenommen werden.
In einem einjährigen Therapiezyklus sollen beide Medikamente bzw.
Wirkstoffe verglichen werden. Mit einer endgültigen Entscheidung und
damit Rechtsicherheit für Ärzte und Patienten wird wohl nicht vor zwei
bis drei Jahren zu rechnen sein.
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LEX MEDICORUM
KANZLEI FÜR MEDIZINRECHT
Jan Willkomm
Rechtsanwalt &
Fachanwalt für Medizinrecht
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